Glossar
Dieser Glossar stellt eine Zusammenstellung der auf unserer Website verwendeten Begriffe und des in der Rohrsanierung allgemein verwendeten Wortschatzes dar.
A
ALS
Anschlussleitungssanierung
ARA
Abwasserreinigungsanlage
Abflussbeiwert
Vom Einzugsgebiet abhängiger Faktor, mit dem die Regenmenge je Zeiteinheit multipliziert wird, um den zu erwartenden Regenabfluss zu erhalten, der in das Entwässerungssystem eingeleitet werden soll.
Abflussdrosselung
Verringerung des Spitzenabflusses durch vorübergehende Rückhaltung des Abflusses
Absturzbauwerk
Verbindung von Abwasserleitungen oder -kanälen unterschiedlicher Tiefenlagen mit einer steilen Leitung oder einem steilen Gerinne in einem Schacht.
Absturzschacht
Schacht mit einer Verbindung von Abwasserleitungen und -kanälen unterschiedlicher Tiefenlagen mit einem senkrechten Rohr an oder unmittelbar über der Sohle der tiefer liegenden Leitung.
Abwasser
Wasser, bestehend aus jeglicher Kombination von abgeleitetem Wasser aus Haushalten, Industrie- und Gewerbebetrieben, Oberflächenabfluss und unbeabsichtigter Fremdwasserzufluss.
Abwasserkanal
Meist erdverlegte Rohrleitung oder andere Vorrichtung zur Ableitung von Abwasser aus mehreren Quellen.
Abwasserleitung
Meist erdverlegtes Rohr zur Ableitung von Abwasser von der Anfallstelle zum Abwasserkanal.
Anschlusspassstück
Formstück zur Wiederanbindung eines renovierten Hauptrohres an einen bestehenden oder renovierten Hausanschluss.
Aufrechterhaltung der Vorflut
Zeitlich begrenzte Unterbrechung jeglichen Durchflusses im zu renovierenden oder zu reparierenden Rohrabschnitt durch Umleitung oder andere Mittel.
Außendurchmesser
mittlerer Aussendurchmesser des Rohrschaftes an einem beliebigen Querschnitt.
Außenfolie
Trennschicht, die nach der Installation die Rohraußenwand bildet.
aerob
gelöster Sauerstoff ist vorhanden
anaerob
gelöster Sauerstoff, Nitrat, Nitrit und Sulfat sind nicht vorhanden
B
Bauzustand
Zustand von Abwasserleitungen und -kanälen hinsichtlich ihrer baulichen Substanz
Be- und Entlüftungsventil
Ventil einer Pumpendruckleitung zum Ein- und Austrag von Gasen
Beschichtungsverfahren
Renovierung mittels von Hand oder mechanisch (z. B. Roboterverfahren) auf die Wandungen des bestehenden Rohres aufgebrachten, verstärkten oder unverstärkten Zement- oder Polymerwerkstoffen.
Beton-Rohr
Betonrohre bestehen aus speziell säurebeständigem Beton, und sind auch für Schmutzwasserleitungen geeignet.
Betrieb
Tätigkeiten, die im Zuge der normalen Funktionsweise eines Entwässerungssystems unternommen werden (z. B. Überwachung und Steuerung oder Umleitung des Abwasserflusses)
Betriebspunkt
Förderstrom und zugehörige totale Pumpendruckhöhe, für welche eine Pumpe ausgelegt bzw. ausgewählt wird.
beengter Raum
Raum, in dem die Belüftung derart eingeschränkt ist, dass spezielle Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssen
C
CIPP-Produkt
Vor Ort härtendes Schlauch-Lining-Rohr (CIPP: en: cured-in-place pipe) einer bestimmten Konstruktion, das aus einem Liner aus festgelegten Werkstoffen hergestellt wurde, mit einer Wandstruktur, die für jede Durchmesser/Wanddickenkombination einzeln definiert wird, und die mit einem speziellen Harzsystem imprägniert und in einem bestimmten Prozess eingebaut wird.
Close-Fit
Eng anliegende Lage der Außenwand des eingebauten Liners zur Innenwand des bestehenden Rohres.
Close-Fit-Lining
Lining mit einem Rohrstrang, dessen Querschnitt zunächst verringert wird, um das Einziehen zu erleichtern, und der nach dem Einbau rückgeformt wird, um ein enges Anliegen (Close-Fit) an das vorhandene (Alt-)Rohr sicherzustellen [ISO 11296-1:2009, 3.2.2]
Close-Fit-Rohr
Durchgängiges Lining-Rohr, dass nach dem Einzeihen zurückgeformt oder anderweitig erweitert wird, um ein enges Anliegen (Close-Fit) an das bestehende Rohr zu erreichen.
D
DIN EN 13566-2
Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Renovierung von erdverlegten drucklosen Entwässerungsnetzen (Freispiegelleitungen) – Teil 2: Rohrstrang-Lining;
DIN EN 13566-4
Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Renovierung von erdverlegten drucklosen Entwässerungsnetzen (Freispiegelleitungen) - Teil 4: Vor Ort härtendes Schlauchlining
Düker
Abschnitt einer Freispiegelleitung oder eines Freispiegelkanals, welcher tiefer als die oben- und untenliegenden Abschnitte angeordnet ist, damit ein Hindernis unterfahren werden kann, und der daher unter Druck betrieben wird
E
EN 13566-1
Kunststoff-Rohrleitungssysteme für die Renovierung von erdverlegten drucklosen Entwässerungsnetzen (Freispiegelleitungen) Teil 1: Allgemeines
EP
Epoxidharz
Einsatzbereich Schlauchlining
Generell wird Schlauchlining in allen gängigen Hauptkanalnennweiten (DN 200 bis etwa DN 1200) eingestetzt. Allerdings setzt Insitform auch bei größeren Rohrdimensionen bis DN 2250mm das Schlauchliningverfahren ein. Das Lining bei Rohrbögen ist ebenfalls machbar.
In jüngster Zeit hat sich der Einsatzbereich sehr stark in Richtung des Hausanschluss- und Grundleitungsbereichs (DN 200 und kleiner) mit besonders bogengängigen Linern entwickelt.
Einzelrohr-Lining
Lining mit kurzen Rohrlängen, die erst während des Einbaus miteinander verbunden werden, um einen fortlaufenden Rohrstrang zu bilden
Einzugsgebiet
Gebiet mit Abfluss zu einer Abwasserleitung, einem Abwasserkanal oder einem Gewässer
Einzugsverfahren
Der imprägnierte Liner wird zuerst in das zu renovierende Rohr eingezogen und dann aufgeweitet, um ihn auf die entsprechende Größe zu bringen.
Emulsion
Ein fein verteiltes Gemisch zweier Flüssigkeiten wie Öl und Wasser, das sich mittels eines herkömmlichen Ölabscheiders nicht trennen lässt. Emulsionen müssen fachgerecht entsorgt, oder in einer Spaltanlage aufbereitet werden.
Entwässerung
natürliches oder künstliches System zur Entwässerung eines Einzugsgebiets
Erneuerung
Sanierung eines bestehenden Rohrleitungssystems durch Verlegung eines neuen Rohrleitungssystems, jedoch ohne Einbeziehung der ursprünglichen Substanz des bestehenden Rohrleitungssystems
Erneuerungsverfahren
Die Erneuerung unterteilt sich in die grabenlosen Verfahren und die offene Bauweise.
Letztere ist der konventionelle Rohrleitungstiefbau.
Hierbei kann noch unterschieden werden nach Erneuerung mit Entfernen der alten Leitung (alte Leitung ausbauen, neue Leitung verlegen) und ohne Entfernen der alten Leitung (neue Trasse). Bei der grabenlosen Erneuerung kann das Pipe-Eating Verfahren (Rohrvortrieb (Mikrotunneling)) mit dem Entfernen der alten Leitung) oder das Berstlining Verfahren (Zerstörung und Verdrängung der alten Leitung in das umgebende Erdreich) zur Verlegung der neuen Leitung angewandt werden.
Exfiltration
Versickerung aus einem Entwässerungssystem in den Untergrund
explosionsgeschützt
geschützt gegen die Entzündung von leicht entzündbaren Gasen
F
FAS
Ferngesteuerte Anschlusssanierung
Fallstrang
Haussinterne, senkrechte Abwasserleitung. Früher in der Regel aus Guss, heute praktisch ausschliesslich aus Kunststoffen
Fettabscheider
Ähnlich einem Ölabscheider, aber für organische Fette. Ist z.B. bei Grossküchen anzutreffen.
Freispiegelsystem
Entwässerungssystem, bei dem der Abfluss durch Schwerkraft erfolgt und bei dem die Rohrleitung üblicherweise mit Teilfüllung betrieben wird
Fremdwasser
Grundwasser, das durch undichte Kanäle in die Schmutzwasserleitung eindringt. Unverschmutztes Wasser wird dadurch ungewollt in die Abwasserreinigungsanlage geleitet, was sowohl wirtschaftlich wie auch ökologisch problematisch ist.
Funktionalanforderungen
Gem. DIN EN 752 / Abschnitt 5.1.1.ff
G
GEP
Genereller Entwässerungsplan
GRP
glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)
GSTT
German Society For Trenchless Technology e.V.
GSTT - Informationen
GSTT Jahrbuch 2009
Das Jahrbuch 2009 der GSTT beinhaltet die nachfolgenden GSTT-Informationen, welche aber auch einzeln bei der GSTT zu beziehen sind:
GSTT Information Nr. 1
Grabenlose Verfahren der Schadensbehebung in nicht begehbaren Abwasserleitungen
GSTT Information Nr. 2
Qualitätssicherung bei der Sanierung von Abwasserkanälen und -leitunge
GSTT Information Nr. 3
Abflußsteuerung von Abwasserkanälen und -leitungen durch Drehbogentechnik Modellversuche und Betriebsergebnisse
GSTT Information Nr. 5
Anforderungen an Planung, Ausschreibung und Vorbereitung der Bauarbeiten von grabenlosen Unterquerungen nach dem gesteuerten Horizontalbohrverfahren
GSTT Information Nr. 8
Grabenloses Bauen, Baum- und Bodenschutz
GSTT Information Nr. 9
Instandhaltung von Entwässerungsleitungen in Deponien
GSTT Information Nr. 10 Teil 1
Leitfaden: Planung, Bau und Betrieb von begehbaren Leitungsgängen / Allgemeine Grundlagen
GSTT Information Nr. 10 Teil 2
Leitfaden: Planung, Bau und Betrieb von begehbaren Leitungsgängen / Betrieb und Instandhaltung von begehbaren Leitungsgängen
GSTT Information Nr. 10 Teil 3
Leitfaden: Planung, Bau und Betrieb von begehbaren Leitungsgängen / Sicherheit in begehbaren Leitungsgängen
GSTT Information Nr. 12
Leitungsverlegung in vorhandenen Netzen, Teil 1: Kabelverlegung in Kanalnetzen
GSTT Information Nr. 13
Sanierung von begehbaren Abwasserkanälen und Bauwerken der Ortsentwässerung
GSTT Information Nr. 14
Kriterienkatalog zur Auswahl der Bauweise für die Sanierung von Entwässerungsleitungen (Freispiegelleitungen)
GSTT Information Nr. 15
Empfehlungen für die Weiterbildung zu Geräteführern für steuerbare Horizontalbohranlagen
GSTT Information Nr. 17
Verfahren zur Überprüfung der Arbeitsvorbereitung des Auftragnehmers einer HDD-Maßnahme durch einen vereidigten Sachverständigen
GSTT Information Nr. 18 Teil 1
Anforderungen an Mörtel für Abwasserkanäle und Bauwerke der Ortsentwässerung
GSTT Information Nr. 19 Teil 1
Optische Inspektion, Sanierung und Dichtheitsprüfung von Grundstücksentwässerungsanlagen / Muster-Leistungsverzeichnis für die Optische Inspektion und Dichtheitsprüfung bei Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern
GSTT Information Nr. 19 Teil 2
Reinigung, optische Inspektion, Dichtheitsprüfung und Sanierung von Grundstückentwässerungsanlagen / Musterleistungsverzeichnis für größere Gebäude und Liegenschaften bzw. Quartiere unterschiedlicher Größe
GSTT Information Nr. 19 Teil 3
Handbuch der Grundstückentwässerung / Erneuerung mit grabenlosen Techniken
GSTT Information Nr. 19 Teil 4
Handbuch der Grundstückentwässerung / Informationen für Hausbesitzer rund um das Thema Kanäle
GSTT Information Nr. 20
Sanierung von Druckrohrleitungen
GSTT Information Nr. 21
Leistungsverzeichnisse für HDD-Anwendungen
GSTT Information Nr. 22 Teil 1
Nutzungsdauer von mittels grabenloser Bau- und Sanierungsverfahren hergestellten bzw. sanierten Ver- und Entsorgungsleitungen
GSTT Information Nr. 23
Flutungsverfahren
Gebäudeentwässerung
Das Entwässerungssystem innerhalb eines Gebäudes
Genereller Entwässerungsplan
Darstellung des umfassenden Entwässerungskonzeptes von Siedlungsgebieten; der GEP dient als Richtlinie für die Planung, den Bau und den Betrieb der örtlichen Siedlungsentwässerung
Gesamtnutzungskosten
Summe der Kosten eines Projekts für seine erwartete Lebensdauer unter der Berücksichtigung der Bau-, Betriebs- und Unterhaltskosten, die alle auf gleicher Zeitbasis berechnet werden
Grabenloses Bauen
Die Schadensbehebung im Rohrleitungsbau findet in der Regel durch Erneuerung über einen offenen Leitungsgraben statt.
Diese Bauweise ist jedoch mit einer Vielzahl problematischer Begleiterscheinungen verbunden.
Gravierende indirekte Kosten (Verkehrsstörungen, Lärmbelästigungen sowie baubetriebliche und ökologische Probleme) offener Baumaßnahmen werden in der Öffentlichkeit vermehrt kritisch wahrgenommen.
Vor diesem Hintergrund sind die bewährten grabenlosen Verfahren die bessere Lösung.
Grabenlose Verfahren sind in einschlägigen Regelwerken erfasst und erfüllen die Anforderungen an eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Sanierung der unterirdischen Infrastruktur.
Grundstücksentwässerung
Das Entwässerungssystem ausserhalb eines Gebäudes (siehe Liegenschaftsentwässerung)
Guss-Rohr
Guss Rohre wurden früher häufig für hausinterne Leitungen verwendet wurde. Es gibt die beiden Unterarten Grauguss und Duktiler Guss.
H
Haltung
durchgehender Abschnitt einer Abwasserleitung oder eines Abwasserkanals zwischen zwei angrenzenden Knoten
Harzsystem
Duroplastisches Harz einschließlich des Härters und aller Füllstoffe oder anderer Additive in festgelegten Anteilen.
Hausanschluss
Private Kanalisationsleitungen bis zur öffentlichen Kanalisation
Hausanschlusssanierung
Schadhafte Anschlussleitungen und Grundleitungssysteme lassen sich durch das Schlauchliningverfahren wirtschaftlich und nachhaltig sanieren.
Wie beim klassischen Schlauchlining wird ein mit Kunstharz getränkter Schlauch mit Luft- oder Wasserdruck so in die Leitung eingestülpt und aufgeweitet, dass er an der Rohrwand überall dicht und eng anliegt.
Durch Aushärtung des Kunstharzes wird aus dem Schlauch nach kurzer Zeit ein neues „Rohr im Rohr".
Mit diesem Verfahren lassen sich ganze Leitungen, aber auch Teile davon, sehr schnell und ohne großen Bauaufwand sanieren.
Bögen in der Leitung stellen für diese Verfahren kein prinzipielles Hindernis dar, setzen allerdings Einsatzgrenzen.
Hochdruckreinigung
Einsatz von Hochdruckgeräten zur Entfernung von Hindernissen oder Ablagerungen in Abwasserleitungen oder -kanälen
Härtung
Der Prozess der Harzpolymerisation oder -polyaddition der durch Wärme oder Licht ausgelöst oder beschleunigt werden kann.
häusliches Schmutzwasser
Wasser aus Küchen, Waschräumen, Waschbecken, Badezimmern, Toiletten und ähnlichen Einrichtungen
I
IRT
Insituform Rohrsanierungstechniken
ITI
Insituform Technologies Incorporated
Imprägnierter Schlauch
Ein Schlauch aus Trägermaterial und/oder Verstärkungsmaterial, der mit Folien beschichtet sein kann, wird mit Reaktionsharz imprägniert und dann über einen Schacht mit Wasser- oder Luftdruck in den Kanal gestülpt oder mit Hilfe einer Winde in den Kanal eingezogen.
Infiltration
Bewegung von Niederschlagswasser oder behandeltem Ablauf in den Boden
Innenfolie
Trennschicht, die nach der Installation die Rohrinnenwand bildet.
Insituform
Der Begriff setzt sich zusammen aus dem lateinischen Wort Insitu = vor Ort und dem englischen to form = formen, bilden.
Inspektionsöffnung
Öffnung mit abnehmbarem Deckel, angebracht auf einer Abwasserleitung oder einem Abwasserkanal, die die Zugänglichkeit nur von der Oberfläche aus erlaubt, nicht jedoch den Einstieg von Personen gestattet [EN 752:2008, Definition 3.34]
Instandhaltung
Aufrechterhaltung der vorgesehenen Funktion eines bestehenden Rohrleitungssystems, jedoch ohne Verlegung eines neuen Lining-Systems
Inversion
Prozess des Umstülpens des Schlauchliners unter Verwendung von einem Druckmedium (Wasser oder Luft).
industrielles Abwasser
gewerbliches Abwasser / Abwasser aus Industrie- oder Gewerbebetrieben
integrales Entwässerungsmanagement
koordiniertes Management von Planung, Bemessung, Bau, Sanierung, Betrieb und Unterhalt aller kommunalen Entwässerungssysteme in einem Einzugsgebiet unter Berücksichtigung ihrer sämtlichen Leistungsaspekte
integrales Kanalmanagement
koordiniertes Management von Planung, Bemessung, Bau, Sanierung, Betrieb und Unterhalt aller Systeme aus Abwasserleitungen und -kanälen in einem Einzugsgebiet unter Berücksichtigung ihrer sämtlichen Leistungsaspekte
interaktiver Druckleitungs-Liner
Liner, der in einem bestimmten Maße zur radialen Unterstützung auf die bestehende Rohrleitung zurückgreift, um allen auftretenden internen Lasten über seine gesamte Gebrauchsdauer ohne Versagen zu widerstehen
K
Kalibrierschlauch
Innenfolie, die verwendet wird, um das Aufweitmedium während des Einziehens des Liners vom Harzsystem zu trennen und die nach dem Erhärten des Harzes entfernt wird.
Kanalisation
Im weiteren Sinn: Das gesamte Entwässerungssystem vom Abfluss bis zur Kläranlage, resp. Vorfluter.
Im engeren Sinn: Das Entwässerungssystem mit Ausnahme der Liegenschaftsentwässserung
Kanalsanierung
Kanalsanierung beinhaltet eine Erneuerung, Reparatur oder Renovierung eines defekten Abwasserstranges.
Kläranlage
Einrichtung, in der Abwasser physikalisch, biologisch und/oder chemisch behandelt wird
Konzentrationszeit
Zeit, die der Regenabfluss vom hydraulisch gesehen am weitesten entfernten Punkt des Einzugsgebietes bis zu einem festgelegten Punkt des Entwässerungssystems benötigt
kommunales Entwässerungssystem
Systeme für Sammlung und Ableitung von Abwasser sowie anderer Regenwasserabflüsse in einem kommunalen Gebiet
L
Laminat
Verbundwerkstoff aus Trägermaterial und Reaktionsharz.
Liegenschaftsentwässerung
Das Entwässerungssystem innerhalb eines Gebäudes (Gebäudeentwässerung) und ausserhalb eines Gebäudes (Grundstücksentwässerung) bis zur Kanalisation
Liner
fertig eingebautes Lining-Rohr [EN ISO 11295:2010, 3.2]
Liner-Rohr
Lining-Rohr nach der Verlegung
Liner/Schlauchliner
Der fertig eingebaute und gehärtete Schlauch ist der Schlauchliner. Es entsteht ein muffenloses "Rohr im Rohr" (Liner), der am bestehenden Kanal formschlüssig anliegen muss und mit diesem verbunden sein kann.
Lining
Vorgang der Renovierung einer vorhandenen Rohrleitung durch Einfügen von Material auf der Innenseite
Lining mit Beschichtungsverfahren
Lining mittels von Hand oder mechanisch (einschließlich Roboterverfahren) direkt auf die Innenfläche des vorhandenen Rohres und/oder Schachtes aufgebrachten, verstärkten oder unverstärkten Zement- oder Polymerwerkstoffen
Lining mit fest verankerter Kunststoffauskleidung
Lining mit einem biegesteifen Ringraum aus tragender Zementmörtelverfüllung, die durch Injektion hinter eine Kunststoff-Innenschicht hergestellt wird und dauerhaft mit der Verfüllung verankert ist
Lining-Rohr
zur Renovierung eingebautes Rohr
Lining-System
Lining-Rohr und alle zugehörigen Formstücke, die zur Renovierung in eine bestehende Rohrleitung eingebaut wurden [EN ISO 11295:2010, 3.3]
M
Mischsystem
Entwässerungssystem zur gemeinsamen Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser im gleichen Leitungs-/Kanalsystem
N
Nachhaltigkeit
Jede Generation muss ihre Aufgaben lösen und darf sie nicht den nachkommenden Generationen aufbürden.
Niederschlagswasser
Niederschlag, der nicht im Boden versickert ist und von Bodenoberflächen oder von Gebäudeaußenflächen in das Entwässerungssystem eingeleitet ist
Nutzungsdauer
für Planungszwecke erwartete Lebensdauer eines Anlagenteils
nicht stabilisierende Reparatur
Reparatur, bei der die aufgebrachten Werkstoffe eine abdichtende Wirkung haben, die Stabilität des Gefüges jedoch nicht erhöhen
O
Oberflächenvorfluter
Vorfluter, der sich an der Oberfläche befindet (z. B. Fluss, See oder Meer)
Oberflächenüberflutung
Zustand, bei dem Schmutzwasser und/oder Niederschlagswasser aus einem Entwässerungssystem entweichen oder nicht in dieses eintreten können und entweder auf der Oberfläche verbleiben oder von der Oberfläche her in Gebäude eindringen
P
PA
Polyamid
PAA
Per Aarsleff
PAN
Polyacrylnitril
PE
Polyethylen
PE-X
vernetztes Polyethylen
PEN
Polyethylennaphthalat
PET
Polyethylenterephtalat
PP
Polypropylen
PRP
polyesterverstärktes Polyethylen
PU
Polyurethan
PUR
Polyurethan
PVC-U
Polyvinylchlorid, weichmacherfrei
Preliner
Außenfolie, die separat und vor dem harzimprägnierten Schlauchliner eingebaut wird.
Pumpanlage
Pumpstation mit den zugehörigen Pumpendruckleitungen
Pumpendruckleitung
Abwassertechnik. Leitung zum Transport von Abwasser unter Druck
Pumpenraum
trockener Raum einer Pumpstation, in dem die Pumpe installiert ist, üblicherweise in Verbindung mit einem Saugraum
Pumpstation
Bauwerk und Ausrüstung zur Förderung von Abwasser unter Druck in eine Pumpendruckleitung oder zur sonstigen Hebung von Abwasser
Q
Qualität
Qualität ist die Bezeichnung einer potentiell wahrnehmbaren Zustandsform von Systemen und ihrer Merkmale, welche in einem bestimmten Zeitintervall anhand bestimmter Eigenschaften des Systems in diesem Zustand definiert wird.
Qualität könnte sowohl ein Produkt (Schlauchliner), als auch die Prozesse bei der Installation beschreiben.
Qualitätsmanagement
Ein Qualitätsmanagement bezeichnet grundsätzlich alle organisierten Maßnahmen, die der Verbesserung von Produkten, Prozessen oder Leistungen jeglicher Art dienen.
Qualitätsmanagement ist eine Kernaufgabe des unseres Managements und ist in unseren Firmenleitlinien fest verankert.
Qualitätssicherung
Qualitätssicherung sind Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung ein festgelegtes Niveau erreicht. Dabei geht es nach ISO 9000 nicht etwa darum, die Qualität eines Produktes zu optimieren, sondern ein vorgegebenes – also gegebenenfalls auch ein niedriges – Niveau zu halten.
R
RSV
Hutprofiltechnik zur Einbindung von Anschlussleitungen - Reparatur / Renovierung
RSV Merkblätter
Merkblatt RSV 1
Renovierung von drucklosen Abwasserkanälen und Rohrleitungen mit vor Ort härtendem Schlauchlining
Merkblatt RSV 2
Renovierung von Abwasserleitungen und -kanälen mit Rohren aus thermoplastischen Kunststoffen durch Reliningverfahren ohne Ringraum
Merkblatt RSV 3
Renovierung von Entwässerungsleitungen und -kanälen durch Liningverfahren im Ringraum
Merkblatt RSV 4
Reparatur von drucklosen Abwasserkanälen und Rohrleitungen durch vor Ort härtende partielle Inliner
Merkblatt RSV 5
Sanierung von Entwässerungsleitungen und -kanälen durch Roboterverfahren
Merkblatt RSV 6
Sanierung von begehbaren Entwässerungsleitungen und -kanälen sowie Schachtbauwerken
Merkblatt RSV 7.1
Renovierung von Anschlussleitungen mit vor Ort aushärtendem Schlauchlining
Merkblatt RSV 7.2
Hutprofiltechnik zur Einbindung von Anschlussleitungen - Reparatur / Renovierung
Merkblatt RSV 8
Erneuerung von Entwässerungskanälen- und anschlussleitungen mit dem Berstliningverfahren
Merkblatt RSV 10
Kunststoffrohre für grabenlose Bauweisen
Regenabfluss
Niederschlagswasser, das auf einer Oberfläche in ein Entwässerungssystem oder einen Vorfluter abfließt
Regenintensität
Niederschlagshöhe je Zeiteinheit (Regenintensität) oder Quotient aus dem Volumen des Regens und dem Produkt aus Zeit und Fläche (Regenspende)
Regenwasser
Wasser aus atmosphärischem Niederschlag, das noch keine Stoffe von Oberflächen aufgenommen hat
Regenüberlauf
Einrichtung in einem Mischsystem zur hydraulischen Entlastung
Reinigung durch Windenzug
Einsatz eines Kanaleimers oder eines anderen Gerätes, das mittels einer Winde durch Abwasserleitungen oder -kanäle gezogen wird und zur Entfernung von Hindernissen oder Ablagerungen dient
Reinigung mit Kugeln
Einsatz von kugelartigen Vorrichtungen mit einer strukturierten Oberfläche, die mit der Strömung durch Abwasserleitungen oder -kanäle transportiert werden und zur Entfernung von Ablagerungen dienen
Reinigung mit Stangen
Einsatz eines geeigneten Gerätes an einer flexiblen Stange zur Entfernung von Hindernissen oder Ablagerungen in Abwasserleitungen oder -kanälen
Reinigungsöffnung
Öffnung mit einem kleinen Durchmesser, die eine nicht begehbare Verbindung zu einer Abwasserleitung oder einem -kanal herstellt, um die Reinigung oder Inspektion zu ermöglichen
Renoviertes Rohrleitungssystem
Bestehendes Rohrleitungssystem mit dem eingebauten Lining-System, das für die Renovierung verwendet wurde, sowie jegliches Material für die Ringraumverfüllung.
Renovierung
Maßnahmen zur Verbesserung der aktuellen Funktionstüchtigkeit eines bestehenden Rohrleitungssystems unter vollständiger oder teilweiser Einbeziehung der ursprünglichen Rohrsubstanz.
Renovierungsverfahren
Renovierungsverfahren kommen bei örtlich begrenzten, sich wiederholenden Schäden und umfangreichen Schäden zur Anwendung. Hierbei können einzelne oder auch mehrere, hintereinander liegende Haltungen (Kanalabschnitte zwischen zwei Schächten) in einem Arbeitsgang bearbeitet werden.
Reparatur
Maßnahmen zur Behebung örtlich begrenzter Schäden [EN 752:2008, 3.53]
Reparatur durch Injektion mit Mörtel
Verfüllung von Fehlstellen im vorhandenen Rohr und/oder dem umgebenden Boden durch Injektion eines Mörtels über den gesamten Umfang oder Teile des vorhandenen (Alt-)Rohres a) direkte Injektion in die gemauerte Rohrwand; b) Injektion in den das Rohr umgebenden Boden. Zwei unterschiedliche Verfahren können unterschieden werden:
Reparatur durch Injektionsabdichtung
Reparatur von Undichtigkeiten an Rissen, Muffen oder Seitenanschlüssen durch Harz- oder Mörtelinjektion mit oder ohne Verwendung eines Packers
Reparatur durch Roboterverfahren
Reparatur von Undichtigkeiten an Rissen, Muffen oder Seitenanschlüssen durch Harz- oder Verdämmungsinjektion mit oder ohne Verwendung eines Packers.
Reparatur mit Spachtel- oder Beschichtungsverfahren
Reparatur örtlich begrenzter Schäden an einem Teil des Abwasserrohrquerschnittes durch direkten Auftrag von Spachtel- oder Beschichtungsmaterial auf die Wandung des Altrohres oder auf die Schadstelle von Hand oder mit mechanischen Mitteln
Reparatur mit vor Ort härtendem Kurzliner
Reparatur durch örtliches Lining mit einem mit Reaktionsharz imprägnierten Schlauch, der nach Aushärtung eine örtlich begrenzte Auskleidung ergibt
Reparatur mittels Hutprofil
Reparatur der Verbindung zwischen Seitenanschluss und Hauptrohr durch Einbau eines vor Ort härtenden Formstückes für den Seitenanschluss.
Reparatur mittels Innenmanschette (nicht begehbar)
Wiederherstellung des kreisförmigen Querschnitts des Rohres durch Einbringen eines mit Scharnieren versehenen Metallrings, der hydraulisch aufgestellt und verriegelt wird, um örtlichen Verformungen des kreisförmigen Rohrquerschnitts dauerhaft entgegenzuwirken.
Reparatur mittels Innenmanschetten (begehbar)
Muffenabdichtung innenliegender Elastomerdichtung, die mit Spannringen befestigt werden.
Reparaturverfahren
Reparaturverfahren finden Anwendung bei örtlich begrenzten Schäden. Bei undichten Muffen, Rissen (axial und radial) und schadhaften oder fehlerhaften Zuläufen kann man sehr gute Sanierungserfolge erzielen.
Bedacht werden muss allerdings, dass durch die Reparatur in angrenzenden Rohren neue Schäden auftreten können. Bei allen Verfahren ist vorher fast immer ein Roboter für die Vorbereitung, wie z. B. zum Abfräsen von Wurzeln oder einragenden Zuläufen notwendig.
Ringsteifigkeit
Widerstand eines Liners gegen Verformung seines Durchmessers infolge äußerer Belastung, die an gegenüberliegenden Flächen aufgebracht wird.
Rohrleitungssystem
Rohrnetz für den Transport von Flüssigkeiten.
Rohrsegment-Lining
Lining mit vorgefertigten Segmenten, die am vorhandenen Rohr befestigt werden und entweder a) Längsnähte aufweisen und den gesamten Rohrumfang abdecken oder b) den Rohrumfang nur teilweise abdecken
Rohrstrang-Lining
Lining mit einem vor dem Einbau vorgefertigten Rohrstrang, dessen Durchmesser vor dem Einbau nicht verringert wird und somit beim Einbau kleiner ist als sein endgültiger Durchmesser nach dem Einbau [ISO 11296-1:2009, 3.2.1]
Rückstaulinie
berechneter oder tatsächlich auftretender Wasserstand des Abwassers in einem Entwässerungssystem infolge der hydraulischen Bedingungen stromabwärts
S
Sammelgraben
Graben, in dem sich mehrere Leitungen befinden
Sanierung
Maßnahmen zur Wiederherstellung oder Verbesserung von vorhandenen Entwässerungssystemen [EN 752:2008, 3.50]
Sanierungsplan
Ein nach EN 752:2008, Abschnitt 6, erarbeiteter Plan für integrales Kanalmanagement umfasst: Neuerschließungsplan; Sanierungsplan;Betriebsplan; Unterhaltsplan.
Schacht
Einstieg mit abnehmbarem Deckel, angebracht auf einer Abwasserleitung oder einem Abwasserkanal, um den Einstieg von Personen zu ermöglichen
Schachtsanierung
Die Schachtsanierung kommt nahezu bei jeder Sanierungsmaßnahme einer Leitung mit in Betracht und ist fast immer notwendig. Die Schächte werden entweder vollständig von der Sohle (Gerinne) bis einschließlich Abdeckung saniert oder auch nur repariert.
Nur Gerinne und Berme, die Steigeisen, die Schachtwände oder die Abdeckung. Es kommen entweder mineralische Werkstoffe oder die Auskleidung mit GFK oder anderen Kunststoffen zum Einsatz.
Schlauchlinereinbau
Der getränkte Liner wird über vorhandene Schächte in den zu sanierenden Kanal eingezogen oder eingestülpt (erversiert). Nach der Tränkung wird bei der Eversion der Schlauchanfang über einen Rahmen gespannt auf einem 2–3 m hohen Gerüst über dem Anfangsschacht. Dabei wird der Schlauch „umgekrempelt“ und mit Wasser befüllt.
Dadurch zieht (krempelt) sich der Schlauch selbst in den Kanal. Vorteil dabei ist, dass die Reibung gegenüber dem Altrohr vernachlässigt werden kann, der nachrutschende Schlauch gleitet durch das Wasser und legt sich formschlüssig an das Altrohr an. Das Harz reagiert (härtet) durch Zugabe von Energie (Warmwasser) in einer exothermen Reaktion und es entsteht ein „Rohr im Rohr“.
Es gibt Verfahren, die mit Druckluft eversieren oder den Schlauch mittels Seilwinde einziehen und anschließend aufstellen. Die Reaktion des Harzes kann mit Dampf oder UV- Licht angeregt und unterstützt werden. Nachteilig hierbei ist die geringere Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten, die Sanierung von Leitungen im Grundwasser oder bei Dükern ist oft nicht möglich.
Der Liner muss einige Zeit aushärten (je nach Durchmesser und Länge zwischen 2 Stunden und mehreren Tagen) bevor der Kanal wieder in Betrieb genommen kann. Er hat danach eine von der Statik abhängige Wanddicke von mindestens 3 mm bis 30 mm (oder mehr je nach Nennweite). Anschließend werden die vorhandenen Hausanschlüsse mittels Kanalroboter aufgefräst und sollten mittels so genannter „Hutprofile“ mit dem sanierten Kanal verbunden werden.
Schlauchlinerwerkstoff
Der Schlauch besteht meist aus einem Polyesternadelfilz (Vliesstoff), Polyamid- oder GFK-(Glasfaser)gewebe. Er ist für den zu sanierenden Kanal konfektioniert.
Die Länge und der Durchmesser entsprechen dem Altrohr und die Wanddicke richtet sich nach den statischen Vorgaben und wird berechnet.
Der Schlauch wird im Werk (UP-Nadelfilz/GFK) oder in einer mobilen Tränkungsanlage vor Ort mit dem Harz imprägniert. Das Harz ist überwiegend ein ungesättigtes Polyesterharz (ISO-NPG) oder ein Epoxydharz.
In besonderen Fällen (Temperatur, pH-Wert) kommen andere Harze zum Einsatz.
Schlauchlining
Lining mit einem flexiblen Schlauch, der mit einem aushärtbaren Harz imprägniert ist, wobei nach Aushärtung des Harzes ein Rohr entsteht
Schmelzindex
Ein Wert, der die Viskosität des geschmolzenen Materials (Thermoplast) bei einer festgelegten Temperatur und Schergeschwindigkeit angibt.
Schwallspülung
Erzeugung eines kurzzeitig stark erhöhten Abflusses zur Entfernung von Hindernissen oder Ablagerungen in Abwasserleitungen oder -kanälen
Selbstreinigung
Fähigkeit der Strömung in einer Leitung oder einem Kanal, feste Partikel mitzuführen, die sich sonst ablagern würden
Selbstreinigungsvermögen
Fähigkeit des Vorfluters, sich durch natürliche Prozesse selbst von Verunreinigungen zu erholen
Speicherbecken
geschlossenes oder offenes Becken für die zeitweilige Speicherung von Abwasser
Stauraumkanal
überdimensionierter Abwasserkanal mit der Funktion eines Speicherbeckens
Steinzeug-Rohr
Steinzeug-Rohre bestehen aus gebranntem Ton. Sie sind extrem säurebeständig und damit dauerhaft. Sie sind allerdings zerbrechlich, und zeigen oft typische Schadensbilder wie Risse und Scherbenbildung
schießender Abfluss
Fließzustand, bei dem die Fließgeschwindigkeit des Wassers größer ist als die Ausbreitungsgeschwindigkeit einer kleinen Welle, wodurch starke Schwankungen des Wasserspiegels möglich sind
stabilisierende Reparatur
Reparatur, bei der die aufgebrachten Werkstoffe eine abdichtende Wirkung haben und die Stabilität des Gefüges erhöhen können
strömender Abfluss
Fließzustand, bei dem die Fließgeschwindigkeit des Wassers geringer ist als die Ausbreitungsgeschwindigkeit kleiner Wellen, wodurch der Wasserspiegel zur Stabilität neigt
T
Technik-Gruppe
Gruppierung von Renovierungs- und Reparaturverfahren, die für Klassifizierungszwecke gemeinsame Eigenschaften aufweisen
Technikfamilie
Gruppierung von Renovierungsverfahren, die für Normungszwecke gemeinsame Eigenschaften aufweist
Trennsystem
Im Gegensatz zum Mischsystem wird hierbei Schmutz- und Regenwasser jeweils getrennt abgeführt, wobei das Regenwasser i.d.R. nicht in die Kläranlage, sondern direkt in den Vorfluter geleitet wird
Trockenwetterzufluss
Zufluss, der weder durch Regenereignisse noch Tauwetter beeinflusst ist
Trägermaterial
Das Trägermaterial ist die Komponente des Liners, die das flüssige Harzsystem während der Einbringung in das zu renovierende Rohr aufnehmen kann und Bestandteil des eingebauten Linersystems bleibt.
teilweise baustatische Sanierung
Renovierung unter Verwendung eines interaktiven Druckleitungs-Liners, der für dauerhafte Überbrückung von Löchern und Spalten bei Betriebsdruck geeignet ist
U
UP
ungesättigtes Polyesterharz
Unterhalt
Routinemaßnahmen zur Sicherung der ständigen Leistungsfähigkeit von Entwässerungssystemen
unabhängiger Druckleitungs-Liner
Liner, der in der Lage ist, allen auftretenden internen Belastungen über seine gesamte erwartete Gebrauchsdauer ohne Versagen zu widerstehen
V
VE
Vinylester Harz
VSB
Verband zertifizierter Sanierungsberater (e.V.)
VSV ZTV (Zusätzliche technische Vertragsvorschriften)
ZTV 01 - Robotertechnik
ZTV 02 - Kurzliner
ZTV 03 - Zulaufanbindung
ZTV 04 - Injektionsverfahren mit Isocyanat-Harzen
ZTV 05 - Schlauchlining in Kanälen
ZTV 06 - Einzelrohrlining
ZTV 07 - Schlauchlining in Leitungen
ZTV 08 - Schachtsanierung
ZTV 09 - Flutungsverfahren
ZTV 11 - Berstlining
ZTV 12 - Rohrstranglining
ZTV 13 - Close-fit-Lining
ZTV 14 - Optische Inspektion (mit HD-Reinigung)
ZTV 15 - Manschetten
Ver- und Entsorgungseinrichtungen
Einrichtungen, die Verbrauchern und Industrie bereitgestellt werden, z. B. für Gas, Strom, Telefon, Kabelfernsehen und Wasser
Verbund
Kombination aus ausgehärtetem Harzsystem, Trägermaterial und/oder Verstärkung ausschließlich Innen- oder Außenfolie
Verdämmen
Vorgang des Füllens des Ringraumes zwischen dem vorhandenen Rohr und dem Liner.
Verfahrensgruppen
Die Kanalsanierung wird in drei Verfahrensgruppen unterteilt, Reparatur, Renovierung und Erneuerung, die sich aus der DIN EN 752 Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden - Deutsche Fassung 1995 und dem Merkblatt der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfälle e.V. (DWA) M 143, Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden – August 2004 mit den Teilen 1 bis 20 her leiten lassen. Diese Einteilung findet sich auch bei den Merkblättern des Rohrleitungssanierungsverbandes e. V. (RSV) wieder, wo für viele Verfahren detailliert Anforderungen, Gütesicherung, Prüfungen und geltende Bestimmungen und Normen beschrieben sind. Nahezu alle Sanierungsverfahren benötigen Zugangsmöglichkeiten zu den Leitungen. Sind keine Schächte vorhanden, muss eine temporäre Baugrube oder ein Schacht erstellt werden (Kosten). Bei der Hausanschlusssanierung hat sich das Schlauchlining klar als das optimale Verfahren durchgesetzt. Es ist auch möglich von einem Zugang im /am Haus (Revisionsöffnung) aus bis zum Hauptkanal zu arbeiten. Wenn dann aber noch unterwegs Bögen und / oder Zuläufe vorhanden sind, kann eine grabenlose Sanierung nicht oder nur teilweise möglich sein. Hier ist sorgfältige Planung und viel Know-how gefordert.
Verschlussbalken
in Abwasserleitungen oder -kanälen einsetzbare Balken und Elemente, die den Abfluss umleiten oder zurückstauen
Verweilzeit
Dauer der Speicherung des Abwassers in der Pumpanlage
Vorfluter
Jedes natürliche Gewässer wie Bach, Fluss oder See, in den unverschmutztes Wasser aus der Kanalisation oder geklärtes Wasser aus der Kläranlage eingeleitet wird
vollständige baustatische Sanierung
Renovierung unter Verwendung eines unabhängigen Druckleitungs-Liners
vor Ort härtendes Schlauch-Lining
Lining mit einem flexiblen Schlauch, der mit einem Reaktionsharz imprägniert ist, wobei nach Aushärtung des Harzes ein Rohr entsteht [ISO 11296-1:2009, 3.2.3]
W
Wartung
Maßnahmen zur Funktionserhaltung eines bestehenden Rohrleitungssystems, jedoch ohne Verwendung zusätzlicher Stoffe
Werkseigene Produktionskontrolle
Überwachungsart, bei der der Hersteller die Produktion selbst überwacht; dabei sind eine Reihe von Vorschriften zu beachten, die in Qualitätssicherungs- und Qualitätsmanagementsystemen festgelegt sind.
Wickelrohr-Lining
Lining mit einem profilierten Streifen, der spiralförmig gewickelt ist und nach dem Einbau einen durchgehenden Rohrstrang bildet [ISO 11296-1:2009, 3.2.5]
Wirbelfallschacht
kreisförmiger Schacht zur Überwindung großer Höhenunterschiede, in den das Abwasser tangential eintritt und spiralförmig abfließt
Z
zuständige Stelle
Organisation mit entsprechenden rechtlichen Befugnissen für Genehmigung und/oder Prüfung
Ü
Überflutung
Zustand, bei dem Schmutzwasser und/oder Niederschlagswasser aus einem Entwässerungssystem entweichen oder nicht in dieses eintreten können und entweder auf der Oberfläche verbleiben oder in Gebäude eindringen
Überlastung
Zustand, bei dem Schmutzwasser und/oder Niederschlagswasser in einem Freispiegelsystem oder in einer Kanalisation unter Druck abfließen, aber nicht an die Oberfläche gelangen und so keine Überflutung verursachen
Überwachungsprüfung
von oder im Namen einer Zertifizierungsstelle durchzuführende Prüfung, um zu bestätigen, dass der Werkstoff, das Rohr oder das Formstück, die Verbindung oder die Bauteilkombination weiterhin die Anforderungen der entsprechenden Norm erfüllt und um Informationen zur Beurteilung der Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems zu liefern
Technologie. Service. Umwelt




